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Die Entwicklung der Schule

Am 25. April 1945 brannte das alte Schulgebäude von Briesen (Standort: heu­tiges Ärztehaus) vollständig aus. Sämtliche Lehr- und Lernmittel, Akten und Unterlagen gingen verloren. Nur die ausgelagerten Schulmöbel blieben erhalten. So war in den ersten Nachkriegswochen an eine Aufnahme des Schulbetriebs nicht zu denken. Die Schulkinder wurden zu Erntearbeiten eingesetzt und sammelten Heilkräuter für die Apotheke. Erst am 01. Oktober 1945 begann der Unterricht in der siebenklassigen Schule im ehemaligen Dr. - Franckschen - Haus (heute Gebäude »Amt Odervorland«), das inzwi­schen dafür hergerichtet wurde. Wenig spä­ter kam das Gebäude des heutigen Kinder­gartens dazu. Es wurden 277 Kinder, 133 Knaben und 144 Mädchen, in 7 Klassen aufgenommen. Am 01.09.1946 wurde die Briesener Schule »Zentralschule im Auf­bau«. Im Juli 1953 erfolgte die Grundsteinle­gung für ein neues 16-klassiges Schulge­bäude mit angebauter Turnhalle. In den umliegenden Dörfern, außer in Jacobsdorf, wurden die Kinder in Ein- und Zweiklassenschulen unterrichtet. In der Regel bildeten die Schuljahre 1 - 4 und 5 - 8 je einen Klassenverband. Es waren schwere Jahre. Endlich war es dann soweit. Am 01. Sep­tember 1955 konnte der erste Flügel des neuen Schulgebäudes bezogen werden. Wenige Monate später, am 21. Oktober 1956, wurde der gesamte Bau abgeschlos­sen.

An diesem Tag, dem Tag der Einwei­hung, erhielt unsere Schule den schönen und verpflichtenden Namen »Martin An­dersen Nexö«. Lehrer und Schüler entschieden sich für den Namen des Schriftstellers "Martin Andersen Nexö". Direktor war zu dieser Zeit Herr Joseph Becker. Während bereits ab 01. September 1955 die Schüler der Klassen 5 - 8 aus Jacobs­dorf, Pillgram, Biegen und Petersdorf zu uns kamen, folgten am 15. März 1956 die Schüler aus Demnitz, Falkenberg, Wilmersdorf und Madlitz. In 16 Klassen wur­den 480 Schüler unterrichtet. Die Klassen 1 - 4 verblieben in den Dörfern. Im Schul­jahr 1956/57 wurde erstmals eine 9. Klas­se unter Leitung von Herrn Hans-Joachim Kramarczyk gebildet und als erste 10. Klas­se 1958 entlassen. Schüler dieser Klasse waren u. a.: Annedore Koschitzki (verh. Meeß), Doris Kusatz (verh. Arndt), Ingrid Stanke (verh. Klemke), Martin Alter, Sieg­mund Balzer, Joachim Schulze und Eck­hard Wolff. Die Briesener Schule wurde zur größ­ten Landschule des Kreises Fürstenwalde. Ihr Einzugsbereich umfasste 8 Dörfer. Drei Schulbusse sorgten für die regelmäßige Be­förderung der Schulkinder aus den Zubringerorten. 1958 begann der Bau der Schulküche durch Eigeninitiative der Gemeinde und der Lehrerschaft, um für die Kinder eine warme Mahlzeit während der Schulzeit zu sichern. Am 01. September 1966 wurde ein Gebäude mit zwei Räumen fertiggestellt zur Vermittlung grundlegender Kenntnisse im Fach Werken für die Klassen 1 - 6. Für die Klassen 1-4 gab es weiterhin eine wö­chentliche Schulgartenstunde. Die Anlage eines Frühbeets und einer Spargelanlage dienten der weiteren Ausgestaltung des Schulgartens. Die Klassen 7 - 10 beteilig­ten sich beim »Unterrichtstag in der Produktion« einmal 14-tägig an den laufen­den Arbeiten der LPG in der Pflanzen- und Tierproduktion sowie an technischen Ar­beiten der RTS (Reparatur –Technische -Station ) Petersdorf. 1972 entstanden die Anfänge des polytech­nischen Zentrums Briesen mit Hilfe der Trägerbetriebe Halbleiterwerk Frankfurt/Oder und ACZ (Agrochemisches Zentrum). Die Einweihung erfolgte im Januar 1974. Nach Herrn Gerhard Hielscher 1958 und Frau Ingrid Däter 1961 wurde 1964 Herr Günter Borrmann Direktor der Schule. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Schule 650 Schüler und 19 Klassen. Am 01. Septem­ber 1967 wurden die Schulen in Wilmersdorf, Demnitz und Falkenberg aufgelöst.

Die Schüler der Klassen 1 - 3 dieser Orte wurden nun in der neugebildeten Teilober­schule Alt-Madlitz unterrichtet. Damit fand der Einklassenunterricht in diesem Bereich sein Ende. Die verbliebene Schule Peters­dorf wurde erst 1973 aufgelöst. In Pillgram wurde eine 8-Klassen-Schule für die Orte Pillgram, Jacobsdorf und Biegen gegrün­det. Die Schüler der Klasse 9 und 10 be­suchten weiterhin die Briesener Schule. Ab 1967 wurde das Fachlehrerprinzip verstärkt durchgesetzt. Neben den Fächern Sport, Musik, Werken, Zeichnen und Che­mie wurden auch für die restlichen Fächer Unterrichtsräume im Rahmen des Fachun­terrichtsraumsystems festgelegt. Zur bes­seren Entwicklung der außerunterrichtlichen Arbeit wurde ab 01. September 1973 die Planstelle eines 2. Stellvertretenden Di­rektors für a. T. (außerunterrichtliche Tätigkeit) geschaffen. In vielen Arbeitsge­meinschaften konnten sich die Schüler au­ßerhalb des Unterrichts betätigen. Beson­deres erfolgreich waren die jungen Schiffs­modellbauer mit Herrn Königsmann, die Rin­ger mit Herrn Hansel und die Angler mit Herrn Reichert. Viele Jahre bestimmten un­sere Leistungssportler die Spitze im Kreis Fürstenwalde. Fast alle Schüler der Klassen 1 - 4 besuchten den Schulhort und wurden von 8 Erziehern betreut. Von 1975 bis 1989 bestanden freundschaftliche Kontakte zu polnischen Lehrern und Schüler der Schu­len Kargowa, Nowe Miasteczko und Choszczno. Im Schuljahr 1982/83 wurde der Kultur­raum, ein Anbau der Schulküche, fertiggestellt und konnte für viele kulturelle Zwecke, wie Einschulungs- und Entlassungs­feiern, Schulfeste u. a. genutzt werden.

Nach jahrelanger schwieriger Beheizung der Schule mit 56 Kachelöfen konnte am 14. Juni 1984 das Heizhaus der Schule mit der dazugehörigen Zentralheizung in Betrieb genommen werden. Ende der 80-ziger Jahre war die Vergrö­ßerung der Turnhalle durch einen Anbau vorgesehen, der aber nicht mehr realisiert wurde, Mit der Wende, dem Beitritt der DDR zur BRD. wurde durch die Schulleitung, vertreten durch Herrn Detlef Angerhöfer, und Kollegen der Schule sowie die Gemein­devertretung Briesen, später mit dem Amt Odervorland, ein neues bauliches Konzept erarbeitet, das den Neubau einer Turnhal­le und die Erweiterung des Schulgebäudes vorsah.

Im Schuljahr 1990/91 wurden 415 Schü­ler in 20 Klassen unterrichtet.

G. Borrmann

 


 

 

Details über die Schulentwicklung haben die

Ortschronisten von Briesen (M) zusammen getragen.

 

Das Bild führt zur Geschichte Briesens und auch

zur Briesener Schulgeschichte.

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